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Sing when you’re swinging

(Okay, den Headline-Kalauer hat bestimmt schon jemand vor mir gemacht, ja, schon gut.)

Ich hätte da mal wieder eine klassische Anfängerfrage – und ein seltsames Problem. Unsereiner hat sich ja vier bis sechs Wochen mit einer Zerrung abgeplagt und durfte nicht golfen. Ich habe es nicht ganz so lange ausgehalten, war einmal auf der Driving Range, habe 50 Bälle gnadenlos verzogen und hatte danach wieder Schmerzen. Selber schuld. File under „Lehrgeld“ oder „Wir sind eben doch nicht mehr die Jüngsten“. (Und diesen Pluralis majestatis gewöhnen wir uns JETZT ab.)

Inzwischen bin ich wieder heile und war seitdem zweimal auf der Range. Allerdings nicht besonders gut gelaunt. Vor meiner memmigen Verletzung waren meine Abschläge für meine Verhältnisse wirklich okay. Kein richtig fieser Slice, ein bisschen den Hang, nach rechts zu verziehen, aber nie so weit, dass ich auf die gegenüberliegende Spielbahn musste, um den Ball zu finden. Seit meiner Auszeit kriege ich aber keinen einzigen (und das meine ich wirklich so) Abschlag mehr hin, der geradeaus geht. Ich treffe teilweise nicht mal mehr den Ball. Selbst als ich zum ersten Mal ein Eisen in der Hand hatte, habe ich nicht so fürchterlich gespielt.

Daher meine Frage: WARUM HASSEN MICH DIE GOLFGÖTTER? Oder anders formuliert: Sollte ich nochmal ein paar Stunden bei einem Pro nehmen, der mal von außen auf mich raufguckt? Nehmt ihr Schon-ewig-dabei-Spieler auch ab und zu noch Unterricht?


 
August 17th, 2006
Anke
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11 comments so far!

 

  1. kstenqnen said on August 17th, 2006:

    Das könnte eines dieser Beiträge werden, wo die Kommentare länger werden als der Beitrag selbst. Bei so schwierigen Fragen! ;-)
    Also ich spiele ja auch erst seit drei Jahren, dafür aber viel. In den guten Zeiten des Spiels ist mein Schwung, oder besser gesagt das Ergebnis der Schläge, eigentlich zufriedenstellend. Von meinem Schwung zusprechen wäre arrogant.
    Und dioch passiert es mir 3 bis 4 mal pro Saison, daß für mindestens eine Woche ganichts geht. Nur Sockets, Benzinger und Powerslice.
    Das ist normal als Anfänger. Da würde ich mir keine Sorgen. Tse! Was sind schon 2 Eimer Bälle auf der Range, die nicht funktionieren. Zumal nach einer so langen Zwangspause.
    Ich würde sagen, Dich lieben die Golfgötter. Zeigen Sie Dir doch recht früh, worauf es beim Golf u.a. ankommt. Demut, Ausdauer und üben, üben, üben.
    Tritt das Problem auch auf dem Platz auf? Das passiert mir oft. Auf der Range treffe ich nichts und auf der Wiese funktioniert alles bestens. Deshalb meide ich auch weitestgehend die Range und gehe lieber spielen. Großer Fehler von mir, ich weiß!
    Zur letzten Frage: Natürlich ist es daß Beste, wenn der Schwungdoktor des Vertrauens ab und zu mal nach dem Rechten sieht. Der sieht wenigstens, wo die Fehler sind und kann sie schnell abstellen. Alleine oder mit Hilfe von Möchtegern-Übungsleitern, die man manchmal im Flight hat, bringt das nichts.

    Schönes Spiel! Nicht so schnell aufgeben!

    Tse! 2 Eimer Bälle nicht richtig getroffen! Kopfschüttel. Gary Player hat nach eigenen Angaben ca. 4 Millionen Bälle in seinem Leben geschlagen und war nie mit seinem Spiel zufrieden.


  2. Anke said on August 17th, 2006:

    Ich bin halt ein Streber. Das muss gehen oder ich bin sauer auf mich selbst. (Ist beim Golfspielen wahrscheinlich das erste, was ich mir dringend abgewöhnen muss.)


  3. Kiki said on August 17th, 2006:

    Die Golfgötter hassen JEDEN. Unabhängig davon wie lange man dabei ist. Gutes Spiel ist auch unabhängig von Wetter, Schlägerwahl, Platzzustand oder Flightpartnern. Ob einem ein Pro weiterhilft, ist Ansichtssache. Mir helfen Prostunden nicht wirklich weiter; ich weiß, was ich falsch mache, ich kann es nur praktisch nicht immer abrufen. Als Gefühlsspieler würde ich mich auch niemals darauf einlassen, mir meinen Schwung auf Video sezieren zu lassen, andere wiederum schwören darauf. Probier’s aus. Geh’ zum Kirchner (Pro auf Gut Kaden) oder buche ein Wochenende bei Oliver Heuler am Fleesensee, die gehen sehr theoretisch an die Sache ran und mit ungezählten neuesten technischen Finessen. Ich verlasse mich auf meinen Bauch und habe so mehr Spaß. Ich will nicht nachdenken beim Schlag, der soll einfach kommen. Aber ich spiele auch sieben Tage die Woche, oder übe wenigstens zwei Stunden am Tag. Nicht immer effektiv, aber was soll ich sonst machen, die Buntwäsche? ;)
    “Golf is a game you can’t win, only play” sagt Bagger Vance, und auch wenn der Film ein wenig viel Zucker in sich trägt: Da hat der Junge recht.


  4. TylerDurden said on August 17th, 2006:

    Keine Sorge … das renkt sich von allein wieder ein. Ich habe mal ganz fiese Sockets geschlagen, einen nach dem anderen. Ich habe meine Schläger eine Woche nicht angefasst und danach ging es wieder prima.

    Ich denke aber, in Deinem Fall ist es gar nicht so schlimm :-) Du blockst vielleicht einfach nur die Bewegung, weil dieser fiese Schmerz noch gut in Erinnerung ist. Eiinfach mal voll Durchziehen und merken, dass alles wieder in Ordnung ist.


  5. kstenqnen said on August 17th, 2006:

    Anke. Beim Golf kann man nichts erzwingen, da muß man geduldig bleiben. Je verkrampfter man wird, desto schlimmer wird es.

    Kiki. Gibt der Heuler nicht sogar eine Anti-Slice Garantie für einen Tag Training?? Jeden Tag spielen? Wer hat soviel Zeit? Neid! Wenn man nicht mehr über seinen Schlag nachdenken muß und der einfach kommt, wird er schon sehr gut sein! In welcher Liga spielst Du denn?

    Ich glaube, ich bin auch eher Gefühlsspieler. Bagger Vance hat natürlich recht. Ich hatte in meiner “Laufbahn” genau 4 Pro-Stunden. Aber die haben was gebracht. Lag wahrscheinlich am Pro. Der hat mir immer nur einzelne Sachen gezeigt. Man muß dann nur versuchen die umzusetzten. Das finde ich auch so schön am Golf. Man hat für den Rest seines Lebens was zu tun.


  6. Kiki said on August 17th, 2006:

    Anti-Slice Garantie? Kann sein. Keine Ahnung, ich war noch nicht dort und will da auch nicht hin. Ich bin mehr so der Hooker. Soviel Zeit? Die nehme ich mir, fertig. Als Frühaufsteher ist das nicht sooo ein Problem vor dem Büro mal eben 9 Loch zu spielen oder zwei Stunden zu üben. Ich spiele in der breiten Liga der Mid-Handicapper (es pendelt so zwischen 12 und 14 im Moment). Aktuell bin ich in einem üblen Tief, aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ich wache morgens auf und bin fest davon überzeugt: Dies wird die Runde des Jahres heute. Und wenn’s nicht klappt? Morgen früh dann eben. ich bin Golf-Junkie. Solange ich auch nach finstersten Runden noch lachen und mich auf den nächsten Golftag freuen kann, bleibt das mein Sport.


  7. Dirk said on August 17th, 2006:

    Ich bin halt ein Streber. Das muss gehen oder ich bin sauer auf mich selbst. (Ist beim Golfspielen wahrscheinlich das erste, was ich mir dringend abgewöhnen muss.)

    Ja, das solltest du dir abgewöhnen. Zumindest bei mir ist es so, dass ich noch schlechter spiele, wenn ich mich über mich selbst ärgere. Das versaut einem das Spiel noch mehr. Und ich bin ganz groß darin, mich über mich selbst zu ärgern. Aber meine besten Runden habe ich gespielt, als ich ruhig und entspannt war, und mich auch nicht über merkwürdig plötzlich verschwundene Bälle geärgert habe, auch wenn man als Resultat das Loch streichen musste.


  8. Karsten said on August 17th, 2006:

    Ah, Frühaufsteher. Das erklärt es. Ich würde mich auch mal als Golf-Maniac bezeichnen und habe immer Spaß wie Bolle, wenn ich auf der grünen Wiese stehen kann. Über schlechte Runden kann ich mich zwar ärgern, aber die sind schnell verdaut. Meist bin ich tiefenentspannt, dann macht es auch richtig Spaß. Ich habe ja das Privileg, den tollsten Sport der Welt ausüben zu dürfen. Meistens spiele ich den Fade. Wenn es schlecht läuft wird halt ein Slice daraus.


  9. Kiki said on August 17th, 2006:

    Böse Zungen nennen es auch prä-senile Bettflucht. :D


  10. goerch said on August 21st, 2006:

    gut, gut, alles schoen, aber wenig hilfreich. (haeufig, aber nicht immer) slice ist (war) auch mein problem seit anfang an (1989), hab’s aber bis auf hcp 18 runter geschafft.
    die ursache ist so gut wie immer eine offene schlagflaeche im treffmoment und/oder von aussen nach innen schwingen. das erste laesst sich leichter abstellen als das zweite, hat aber zur folge, dass man nach links pusht. sollte man das konstant hinkriegen, kann man sich drauf einstellen, meinte mein pro, nachdem ich dieses jahr seit sehr langer zeit mal wieder eine stunde hatte, um eben genau dies in angriff zu nehmen. da dies das problem aber nicht wirklich kuriert, wollte ich mehr und er hat mir ein paar tricks gezeigt, wie ich das von innen-nach-aussen-schwingen ueben und lernen kann. hat zur folge, dass ich jetzt auf der range immmerhin hooks, draws und lafontaines (ganz weit links) schlage. klassischer fall von ueberkompensation.
    langer rede, kurzer sinn, ne stunde oder zwei beim pro of choice mit genau dieser aufgabenstellung koennten wahrscheinlich nicht schaden. je eher man dafuer sorgt, dass sich da nicht was einschleift umso besser.


  11. Anke said on August 22nd, 2006:

    Danke dafür, dass ich dieses Blog (das nicht mal meins ist) immer so schön zum Kopftätscheln benutzen darf :-)

 

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