Proletarisierung des Golfsports
Skandal, jetzt gibts schon Golf-Equipment im ‘Diskonter’. Wo bleibt da die elitäre Attitüde des Sports?
Obwohl, so schlecht schaut die garnicht aus, ich geh’ mal schnell in der Mittagspause rüber und schau mir die mal an!
May 4th, 2007
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Ich habe mein Reisebag damals beim Kaffeeröster gekauft. Es ist völlig ok.
Da muss man keine Scheu haben. Schließlich pfeffern die die Taschen genauso unten in den Flieger, wie die teuren Varianten.
Darf ich aus diesem Anlass einen Alu-Hartschalenkoffer empfehlen? Die pfeffern, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiss, nämlich nicht nur ins Untere des Fliegers. Die nehmen auch schon mal mit dem heraushängenden Golfgerät auf ihren Transportwägelchen die eine oder andere Betonsäule mit. In einem Softbag hätten meine Schläger das nicht überstanden. So war nur der Koffer ruiniert, wofür ich mir an Ort und Stelle den vorzeigbaren Schaden habe ersetzen lassen.
Ich fand die Hartschalenvariante immer etwas martialisch, aber so wie Du das schilderst, macht das durchaus Sinn. Vor der nächsten Flugreise überleg’ ich mir das nochmal.
Es gibt amerikanische Fluggesellschaften, die es ablehnen, Golfern mit Soft Bags eventuelle Schäden zu ersetzen. Als ich jetzt in Las Vegas war, habe ich auf dem Flughafen gesehen, dass immer noch die weichen Dinger überwiegen. Die Leute lieben es, mit dem Risiko zu flirten. Mein Alu-Koffer ist immer auch ein guter Stauraum für schweres Übergepäck (man muss allerdings etwas geschickt packen). Golfgerät wird nicht extra gewogen und berechnet. Aber meine Lieblingsgeschichte geht so: Ich bin nach Deutschland mit einem alten Satz Schlägern und habe die bei meinen Eltern deponiert – für wenn ich länger auf Besuch bin. Der Koffer ging jedoch wieder mit zurück in die USA. In Berlin habe ich einen neuen Putter gefunden und einen attraktiven neuen Bag. Als ich in New York durch den Zoll ging, wurde ich gefragt, ob es sich um Golfzeug handelt. Das habe ich bejaht, aber vorsorglich mit dem Hinweis versehen: “There is only one club in there – a putter.” Die blitzschnelle Antwort des Zöllners (der sicher selber Golf spielt) amüsiert mich noch heute: “If it helps”, sagte er und winkte mich durch.
Hehe, sehr schöne Geschichte!