Abschaffung des CSA
Seit Beginn dieser Saison müssen wir uns mit dem Competition Stableford Adjustment (PDF mit Erklärung) herumschlagen, d.h. der nachträglichen Anpassung der Turnierergebnisse an die Leistung des gesamten Turnierfeldes, welches als Indikator für die Spielbedingungen des Tages gilt. Bei allen Turnieren, die ich dieses Jahr gespielt habe, kam die Regelung zum Einsatz. Und bei den meisten Spielern sorgte dies für Unverständnis. Und dieser Unmut hat nun zu einer Initiative zur Abschaffung des CSA geführt: http://www.csa-abschaffung.de (via Oliver Heulers Eintrag im Golfforum bin ich darauf gestossen).
Unter anderem argumentieren die Initiatoren wie folgt:
Der CSA muss so schnell wie möglich wieder abgeschafft werden. Schließlich betreiben wir einen Freiluftsport, der im Dauerregen Schottlands erfunden wurde. Der Kampf mit dem Wetter gehört dazu. Und andere Sportbranchen müssen auch ohne Problemausgleichsfaktor kämpfen. Beim Radrennen bringt der Querwind am dritten Berg keine Verbesserung von Sekundenbruchteilen. Wenn beim Skispringen zwischendurch starker Schneefall einsetzt, gleicht kein Wertungscomputer barmherzig die Störung aus. Und auch bei den Australian Open Tennismeisterschaften in Melbourne, wo die Temperatur von einem Tag zum andern zwischen 20 und 40 Grad Celsius schwanken kann, müssen die Spieler an den kühlen Tagen nicht mit einer Abwertung rechnen.
Ich kann mich dem weitestgehend anschliessen. Und das nicht nur weil ich meine besten Scores komischerweise im Regen spiele. Play the ball as it lies. Play the course as you find it. Letzteres bezieht sich eben auch auf den Kurszustand, trocken und hart oder nass uns weich. Genau dies macht den Sport für mich auch interessant, ein und denselben Kurs je nach Tagesform komplett anders spielen zu müssen. Ist der komplettere Spieler nicht auch der, der mit den Witterungsbedingungen besser zurecht kommt? Sollte er dafür nicht belohnt werden? Die CSA-Regel macht genau diese Besonderheit kaputt.
Wie denkt ihr daüber? Speak to me!


















