Archive for September 27th, 2007

 
 

Turnier gespielt – Ovationen erbeten

So! Nun habe ich nach dem gestrigen Turnier also auch endlich ein Handicap, das sich schickt: 36. Eine schöne Zahl finde ich. viel schöner als zum Beispiel 54, oder wie zuletzt über gefühlte Jahrzehnte 45. Damit werde ich jetzt überwintern. Wird ja nicht oll, so eine Zahl…

Schon interessant. Als Turnierverweigerer hat es mir – bei meinen eher seltenen – Runden eigentlich immer ausgereicht, einfach nur Golf zu spielen. Nun kommt (leider?) auch ein gewissen Handicap-Jagdfieber dazu. Will ich das eigentlich?  

Zum Spielverlauf: Katastrophaler Start mit Runden, bei denen ich 10 mal gegen den Ball hauen musste, bis er drin war. Dann Gemütswandel: “Scheiß auf die Scores! Die Sonne scheint, spiel einfach nur Golf!” Dann gings los. Eine halbe Runde lang nur Doppelbogeys und Bogeys. Mäßiges Putten aber sehr sicher auf dem Fairway. Die Hölzer blieben meistens stecken, dafür ruhige Abschläge mitunter mit Eisen 3 und auf dem Fairway meist ein Eisen 6. Sehr befriedigend: Mit dem Eisen 3 lag ich häufig weiter als meine Mitspieler, die stets den Driver griffen und Hc´s zwischen 12 und 27 hatten. Höhö. 

Zwischendurch dann mal wieder eine kleine Katastrophe (Ball weg im Monsterrough des Robert-Baker-Platzes in Groß Kienitz, peinliches Gestümper im Bunker) und ne 9. Aber wie mein einer Mitspieler (leider ständig) sagte: “Mund abwischen, weiter spielen”. Hab ich gemacht…und am Ende 45 Nettopunkte erspielt. Nun darf ich umsonst in eine Show im Tipi.

Negativ: Diesmal kein Bier bei der Rundenverpflegung, da kein Biersponsor. Schade. Und ein Mitspieler mit ganz leichtem Hang zur Belehrung, was einmal zu einer skurrilen Situation führte: Mein Ball lag nach abenteuerlicher Annäherung in einem Biotop. Vor dem Biotop ein Schild: “Betreten des Uferbereichs verboten”. Mein Ball: Zwar im Biotop aber noch nicht wirklich am Ufer. Ich: Was meint ihr? Der freundliche Mitspieler: Schild ist eindeutig! Nicht betreten. Ich: Ok, Droppen, Strafschlag, weiter spielen. Er anschließend: Ich hol noch Deinen Ball! Er rein ins Biotop (“Nicht betreten”) und Ball geholt. Logisch? Irgendwie nicht. Aber egal: Es wurde trotzdem ein Bogey!

Positiv: Shuttleservice zum Turnier und wieder nach Hause durch sehr freundliche Zeitgenossinnen. Spitzen Spätsommerwetter und die Erkenntnis, das ich mich wohler fühle, wenn ich meine Tasche trage und nicht auf so einen Karren spanne. Irgendwie hält so ein Wägelchen nur auf. Und ebenfalls positiv: Der schöne, schwierige Kurs in Groß Kienitz. Wird Zeit, dass ich mal ne Platzbesprechung für die Course-Directory schreibe.