Archive for October 8th, 2007

 
 

GC Hardenberg – viel Spaß, viel günstig

Wanderer, durchschreitest Du das Göttinger Land und strebest hin zur kaiserlichen Pfalz darob in Goslar, so halte inne beim Grafen Hardenberg, zu finden dort den Quell herbstlicher Frische und Lebensfreude!

Sag ich jetzt mal so. Seit drei Jahrhunderten * ungefähr müsste jetzt die Familie des Grafen Hardenberg im Nörten-Hardenbergischen das Sagen haben und die Kernkompentenz dieses niedersächsischen Adelsgeschlechts liegt offenbar im Sektor “Fun”, präziser gesagt in den Sub-Sektoren “Saufen & Zocken”: Meisterlich Schnaps brennen und Golfplätze bauen in den Ausläufern des Harzes – man kann den Vorteil der adligen Geburt sicherlich auch blöder nutzen.

* (Edit: Sorry, ist natürlich Quatsch! Die von Hardenbergschen sind schon viel, viel länger in der Region. Lediglich das Clubhaus ist etwa 300 Jahre alt. Und vor etwa 300 Jahren trug es sich zu, dass die Burg Hardenberg abgerissen und durch das Schloß Hardenberg ersetzt wurde. Tschuldigung.)

Zwei vollwertige Plätze (Kurs “Göttingen”, Kurs “Niedersachsen”) bietet der in einem wunderschönen Hochtal gelegene GC Hardenberg. Beide Plätze haben wir aber nur aus der Ferne gesehen. Wir haben uns auf den Public Course beschränkt. Hier darf jeder rauf und da nur einer von uns drei Herbstfrischlern am vergangenen Samstag eine Stammvorgabe hat, hatten wir auch keine große Wahl.

“Public Course” – das klingt nach lieblos bis gar nicht gemähten, viel zu kurzen Fairways, zertrampelten Grüns (oder wahlweise Kunstrasengrüns) und phantasieloser Platzarchitektur. Ganz anders aber der JeKaMi-Platz in Göttingen: 6 Bahnen in top gepflegtem Zustand mit mittelschnellen, feinen Grüns, von denen 5 auch tatsächlich echte Tücken haben. So wird der kleine, fast 1000 Meter lange Platz auch von Clubmitgliedern bespielt. Ein gutes Zeichen. Ratet mal, wie der Platzwart mit Nachnamen heißt! (Kleiner Hinweis: Ja, er ist adlig).

Bahn 1: Wer es kann, kann hier gute 250 Meter den Berg runter driven, um dann auf ein mäßig bewachtes, etwas erhöhtes Grün zu chippen und mit zwei Putts zum Par zu kommen. Man kann aber auch, wie Norman uns das zeigte, das rechts liegende Out-of-Bounds zwei mal hintereinander antesten. Versaut aber irgendwie die Stimmung.

Bahn 2: Wäre auch auf einem großen Platz ein spannendes Par 3. Gut durch Bunker bewachtes Grün, ein zu langer Ball bedeutet Trouble. Schönes Ding.

Bahn 3: 100 Meter auf ein ebenes Grün. Das einziges Loch ohne Tücken.

Bahn 4: Ein perverses Schweinegrün mit einer Riesenwelle in der Mitte. Die Fahne steht auf dem linken, oberen Grünplateau. Wer dort hinspielen will, muss knapp hunter Meter weit schlagen – hat dann aber einen fiesen Bunker mit hoher Kante zum Grün im Weg. Wer aufs untere Plateau des Grüns schlägt, schlägt sicher, muss dann aber gefühlte 20 Höhenmeter hochputten. Besser 5 bis 6 Putts einplanen. Der Ball kommt garantiert zurück.

Bahn 5: Wer einen Driver hat, sollte ihn hier nutzen. Nur mit einem langen Abschlag fliegt der Ball über einen gemeinen Abhang, der nach links fällt. Auch hier wieder ein Bunker, diesmal rechts vor dem Grün. Muss man nicht treffen, kann man aber (huhu, Norman!). Endlich auf dem Grün – wieder eine Welle. Etwas moderater, aber auch nicht ohne.

Bahn 6: Schlussloch. Ganz kurz. Eine gerollte 8 oder eine echte 9. Bunker links, der auch ins Spiel kommt, weil einem an diesem Loch schnell mal der Mond zu neu wird.

Fazit: Toller Kurzplatz, den wir drei mal gespielt haben und der auch für gute Spieler eine Menge Spaß bereit hält. Kommt noch das Preis-Leistungs-Verhältnis mit ins Spiel, wird der Public-Course in Göttingen schwer zu toppen sein: 9 Euro kostet der Spaß am Wochenende, für so viel Runden, wie man will. 30 Bälle auf der Driving-Range kosten 3 Euro, die Gastronomie, so berichtet unser Tester, ist gepflegt, freundlich und preislich moderat, entbehrt aber des gewisses Fünkchens Extra-Charme, das man angesichts des adligen Hintergrundes der ganzen Geschichte vielleicht erwarten könnte. Da auch noch das Wetter phantstisch war und die Platzbetreiber die Bäume leicht in Gold eingefärbt hatten, sind wir nach sechs Stunden rundum zufrieden abgerollt. Ein echter Tipp!

Golf Club Hardenberg e.V.
Gut Levershausen
37154 Northeim
05551 / 90838-0
www.gchardenberg.de

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Montag – geschlossen
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Mittwoch – 10:00 Uhr – 16:00 Uhr
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Monday, 08. October 2007
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Wednesday, 10. October 2007
22.15 Eurosport, European Tour, Dunhill Links Championship in St. Andrews (SCO)
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