Golf-Dome Berlin-Brandenburg
Die Berlin-Brandenburger Golflandschaft steht womöglich vor einer großen Neuordnung. Unter dem Projektnamen Golf-Dome ist eine Investorengemeinschaft derzeit in Gesprächen mit 14 Berliner Golfclubs mit dem Ziel, diese Clubs aufzukaufen und unter einem Dach zusammenzuführen. Als erster Golfclub hat das Golfresort Semlin am See an die Investoren verkauft, mit fünf weiteren Clubs sei man kurz vor em Abschluss.
Nicht betroffen sein werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Mitgliederclubs Wannsee, Kallin und Gatow. Der Sporting Club Berlin in Bad aarow ist wahrscheinlich auch aussen vor, da er in Hand der A-Rosa-Gruppe ist.
Die Investitionen belaufen sich nach Informationen der Berliner Morgenpost auf rund 100 Millionen Euro. Wie sich diese Riesen-Investition amortisieren soll, ist noch unklar. Fakt ist jedoch, daß die meisten Berlin-Brandenburger Golfclubs defizitär wirtschaften. Laut Aussage des Beraters Falk Billion muss keiner der Golfspieler Angst haben, “…daß sein Club verschwindet oder die Beiträge drastisch steigen”. Geplant würde über einen Zeitraum von 15 Jahren, dann müssten Gewinne erzielt werden.
Ein Risiko besteht natürlich in der dann gestiegenen Marktmacht eines Anbieters, der dann über mehrere Golfanlagen Greenfee- und Mitgliedspreise diktieren kann. Dies sei aber nicht Absicht der Investorengemeinschaft, so Billion. Vielmehr sollten über Verbungsmitgliedschaften den Golfern ermöglicht werden, mehrere Anlagen zu spielen und so mehr Abwechslung zu erfahren. Ziel sei auch, mehr Menschen für den Sport zu gewinnen, denn gemessen an der Einwohnerzahl sei Berlin-Brandenburg die Region mit dem geringsten Anteil an Golfspielern (15.000 Spieler verteilt auf 22 Golfclubs). Über steigende Mitgliederzahlen sollen sich dann auch die Investitionen der Golf-Dome Investoren amortisieren.
Wir werden sehen und berichten!


















