Filme gucken # 2
„Tin Cup“
USA 1996, Regie: Ron Shelton
Warum muss die Liebe ständig in alle tollen Dinge – wie zum Beispiel ins Golfspiel – reinfunken? Sie tut es, auch in diesem feinen Film, in dem Cevin Costner den starrsinnigen Range-Pro Roy McAvoy mimt, der sich in eine Schülerin (Rene Russo) verliebt, die zugleich seine Therapeutin und die Freundin seines ärgsten Golf-Widersachers ist.
Nun – so müssen Filme wohl aufgebaut sein, wenn sie im amerikanischen Kinomarkt punkten wollen. Aber das trübt den Kinospaß nur ein wenig. Seinsationell ist die Einleitung, die die ärmliche Golfrange-Romantik auf eine Weise in Szene setzt, dass jeder golfspielende Manager beim Zusehen überlegen dürfte, ob er nicht den Job tauschen sollte. Ein Gürteltier wandert geruhsam um die Zieltonnen der Driving-Range, die Sonne geht stilvoll unter und der Pro trinkt Bier mit seinen Kumpels und reißt Witze. „Letzte Drinving-Range vor der Wüste“ steht auf dem Schild. Die alten Neonlichter flackern. Männerglück.
Alles ist gut – wäre da nicht diese Frau, dieser Widersacher und die Gewissheit, dass der Range-Pro es bei den Open nicht doch jederzeit allen zeigen könnte, wenn er es wollte. Und er will, was dem Film reihenweise schöne Golfmomemte beschert. Das Highlight ist zweiffellos das Wasserhindernis auf dem letzten Loch, bei dem Held nicht vorlegen mag, auch wenn es sein Score locker erlaubt. Er muss rüber, muss…. auch wenn das eigentlich nicht geht. Wer sich in dieser Szene nicht wiedererkennt, hat noch kein Golf gespielt.
Der schnittigste Golffilm in dieser Auswahl. Punktabzüge gibt es nur für Rene Russo, die sich in die Rolle der aufgewühlt-freudigen Golffreundin eine Spur zu sehr hineingesteigert hat.
Golffaktor: 8/10
Spaß: 5/10
Spannung: 7/10
Gesamtbewertung: 8/10
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Hehe, bislang ne gute Filmausbeute, beide Filme stehen bei mir im DVD-Regal!