Körperliche Schmerzen…
… würde ich gerne den Arschlöchern antun, die im Golfclub Prenden die Grüns von Loch 5 und 6 mit dem Klappspaten umgegraben haben.
Der Schaden beläuft sich auf ca. 80.000 € und der notwendige Neuaufbau der Grüns dauert bis zu 1,5 Jahre. Der Club kann dadurch eigentlich in dieser Zeit keine Turniere durchführen und auch für die normalen Greenfees müsste man eigentlich Ermässigung geben, wodurch eben noch weiterer wirtschaftlicher Folgeschaden entsteht.
Noch letzten Samstag haben wir auf dem Platz unser Royal Benzinger-Turnier durchgeführt. Und nun sind die an diesem Wochenende angesetzten Clubmeisterschaften eigentlich nicht mehr durchführbar. Man hat sich beholfen mit einem Wintergrün an Bahn 5 und Bahn 1 wird anstatt Bahn 6 zweimal gespielt. Alles andere als zufriedenstellend. Mir fallen gerade ein paar Szenen aus John Nivens Roman “Coma” ein, in denen Golfschläger zweckentfremdet werden. Auch wenn ihr das Buch nicht kennt, könnt ihr Euch denken, in welche Richtung das geht.
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Ich befürchte, das ist nur der Anfang. Der Krieg „arm gegen reich“ beginnt erst, und wie das mit Kriegen so ist: sie fußen auf Missverständnissen, gekränkten Eitelkeiten, Habgier, Neid und Verachtung gegenüber dem Feind. Und Gewinner gibt es auch nie.
Ganz normale Arschlöcher, Teeniemutproben und Neider aus der Nachbarschaft gibt es natürlich auch. In Deinste sind mal Kiddies aus der Gegend mit ihren Enduros über die Fairways gebrettert (über die Grüns haben sie sich dann wohl doch nicht getraut). Ein Club im Raum Pinneberg darf sich jede Saison neue Ballwascher, Teemarkierungen und Abschlagstafeln kaufen. (Liegt vielleicht auch daran, daß der Eigner auch so seine eigene Marke ist und nach dem Motto „ich bin der König, Ich mach’ hier was ich will“ verfährt.)
Dennoch: Golfspielen ist der pure Luxus, zeitlich wie räumlich. Einige wenige haben Spaß auf einem gigantischen Areal, wo viele Menschen mehr Platz hätten um dort spazierenzugehen, zu grillen, Spaß zu haben. Mir ist immer und jederzeit bewußt, wie unfassbar priviligiert wir sind und ich bin zutiefst dankbar für jede noch so beschissen verlaufene Runde, die ich spielen darf.
Ich kann das nachvollziehen, hier in der Gegend sind auch schon mal welche nachts mit dem Auto wohl als Mutprobe über den Platz gebrettert, und haben die Grüns auch nicht verschont, so dass man tolle Reifenspuren da hatte. Das hat Monate gedauert, bis es weg war. Und das ist gegen die Spaten-Aktion da noch harmlos. Ich befürchte aber, dass es einfach nur Idioten mit Mutproben sind, die sowas machen, an Neider glaube ich da nicht, auch nicht an einen Krieg “arm gegen reich”.
Ich hoffe mal, dass alles vielleicht doch schneller zu beheben ist.