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A.C. fahnenflüchtig?

“Ein hungriger Tiger und zwei Deutsche” – so macht Focus-Online seine Geschichte über die heute beginnenden U.S. Open auf. Laut Leaderbord ist aber nur ein Deutscher am Start. Und ein Tscheche. Hat Alex Cejka etwa tatsächlich die Fahne verlassen? Unerhört!

By the way: Beide unter den Top 15. Und Lee Westwood auf der 1. Meine Ansage….

 
 
 

Er trifft wieder!

Von wegen “Tiger Woods trifft nicht mehr”. Den “Ehesorgen” zum Trotz hat der Weltranglistenerste beim Memorial in Dublin/Ohio gleich drei Zuschauer mit dem Abschlag getroffen: Am ersten, zweiten und 15. Tee. Es ist Tiger Woods allerdings nicht gelungen, auch nur einen der Zuschauer schwerwiegend zu verletzen.

 
 
 

Preisfrage

Nicht allzu schwer: John Daly beim aktuell laufenden “Crowne Plaza Invitational at Colonial”. Welcher der drei Abschläge ist von Big D?

 
 
 

How to win a tournament

Die Golfsaison 2010 beginnt! Golfers Delight möchte Ihnen mit einigen nützlichen Tipps und Hinweisen den Weg zum sportlichen Erfolg im Turnier ebnen. Im Grunde ist es ganz einfach:

Tipp 1: Warmspielen

Sie haben völlig zu Recht zahlreiche Golfzeitschriften abonniert. Was darin über die Qualität des neusten „Materials“ steht, stimmt ja auch. Nur die Tipps zum Aufwärmen sind leider auch in den zahlreichen Qualitätsblättern Blödsinn. Natürlich sollten Sie Ihren Oberkörper vor dem Turnier auf keinen Fall mit mädchenhafter Gymnastik „geschmeidig“ machen. Schultern und Hüften eines Golfers müssen hart sein!

Softie-Einspielhinweise wie „zunächst ruhige Schläge mit den kurzen Eisen“ gehen ebenfalls völlig fehl. Die Schlacht um das erste Netto wird mit dem „Holz 1“ entschieden. Ihr Weg zum Erfolg führt also über drei bis vier Eimer Bälle, die Sie mit dem langen, teuren Schläger in schneller Frequenz kraftvoll heraus hauen sollten, bevor es ins Turnier geht. Viel hilft viel. Das gilt auch beim Golfspiel. Meiden Sie unbedingt ruhige, fließende Bewegungen. Arbeiten Sie stattdessen zackig und schnell. Golf ist ein Wettspiel, ihm wohnt durchaus ein aggressives Moment inne.

Wenn sich Erfolge überraschenderweise nicht einstellen wollen, rufen Sie mit dem Handy den Geschäftsführer an. Monieren Sie die miserable Qualität der Range-Bälle und lehnen Sie es entrüstet ab, wenn er anbietet, sofort Neuware bringen zu lassen. „Diese Idee kommt ein bisschen spät, Herr Geschäftsführer!“ Sie müssen jetzt schließlich in den Wettbewerb und sich nicht alles gefallen lassen.

Tipp 2: Just-in-time-appearance

Meiden Sie die Gesellschaft der Mitspieler, so lange es geht. Wenn Sie den Platz erst kurz vor dem Knall der Startkanone betreten, vermeiden Sie lästige „freundliche“ Gespräche mit Konkurrenten. Im Zweifel will man nur von Ihrer Platzkenntnis profitieren. Wenn Ihr Start-Tee weit entfernt sein sollte, bestehen Sie auf einen Fahrdienst. Die Elektrowagen werden von Ihren Beiträgen finanziert! Machen Sie dem Starter in kurzen, klaren Sätzen und eindeutigen Gesten klar, dass Sie zahlendes Mitglied sind. Natürlich hätten Sie Ihre Zählkarte direkt selbst im am Tresen im Clubhaus abholen können. Aber nur weil Sie das nicht getan haben, sind Sie noch lange nicht Freiwild der Launen des Personals.

Tipp 3: Umgang mit dem Personal

Bringen Sie das verbliebene Personal auf Linie, während der eingeschüchterte Greenkeeper ihre Karte aus dem Sekretariat holt und die Assistentin des Starters einen Golf-Wagen für Sie besorgt. Sie können dabei ruhig laut werden. Ein wenig Aggression ist gut für das anschließende Spiel und Sie haben ja auch wirklich jedes Recht, sich über die fehlenden Caddies aufzuregen! Früher war tatsächlich alles besser. Zeigen Sie, dass es Ihnen mit Ihrem Ärger ernst ist und schicken Sie am besten auch noch den Starter ins Clubhaus, damit er Ihnen eine Pitching-Gabel besorgt.

Lassen Sie sich nicht auf Diskussionen ein. Nicht vergessen: Sie sind zahlendes Mitglied und in Ihrem eigenen Büro müssen Sie schließlich auch nicht selbst an alles denken. Nennen Sie dem Mann den exakten Betrag, den Sie jedes Jahr nach der dritten Mahnung an die Betreibergesellschaft überweisen. Machen Sie ihm klar, das Sie sehr wohl wissen, dass das mehr Geld ist, als er im letzten Monat verdient hat. Nicht Sie müssen sich schämen – dieser Flegel muss das tun! Rügen Sie ihn, dass er sich um Pitchmarken und Platzpflege offenbar wenig schert und bestehen Sie darauf, dass er ihnen nicht eines dieser Plastikdinger holt, sondern ein Metallgäbelchen mit Clublogo. Am besten goldfarben. Und wenn er schon unterwegs ist, kann er gleich noch ein paar Energydrinks mitbringen!

Tipp 4: Mitspieler begrüßen

Dass ihr Flight bereits ungeduldig am Abschlag steht, sollte Sie auf keinen Fall in der Konzentration stören. In dem Augenblick, in dem Sie aus dem Cart der Club-Assistentin springen, sollten Sie sofort das Heft in die Hand nehmen. Sehr bewährt hat es sich, allen Wartenden das „Tages-Du“ anzubieten. Unsäglicherweise hat es sich eingebürgert, dass sich jedermann duzt, nur weil man gemeinsam eine Runde Golf spielt und die Turnierleitung wieder einmal die Flights nicht so zusammen gelost hat, wie man das zuvor angewiesen hatte. Die aus gesellschaftlicher Sicht angemessene Reaktion auf die Duz-Unsitte ist und bleibt natürlich das Angebot des „Sie“. Sie kennen diese Leute schließlich nicht, die Ihnen Ehre und Sachpreise streitig machen. Sie verdienen im Zweifel auch deutlich weniger, haben weniger zu sagen und einfach nicht ihre Klasse. Fraternisieren Sie also nicht leichtfertig.

Aber: Das Angebot des „Tages-Du“ hat Vorteile! Zunächst verwirrt es Ihre Mitspieler nachhaltig, was in einer Wettbewerbssituation natürlich Vorteile hat. Die Konkurrenz hat jetzt zwei, drei Bahn lang etwas zum Grübeln, während sie befreit aufspielen können. Und dann können Sie immer noch jederzeit überraschend zum „Sie“ wechseln, was für weitere drei Bahnen Konfusion bei Ihren „Spiel-Partnern“ stiftet.

Tipp 5: Das Zählen

Der Zähler heißt Zähler, weil er zählt und nicht weil er glaubt, was Lügner und Betrüger am Ende einer Spielbahn ansagen! Gehen Sie Ihrem Mitspieler also ruhig ins Rough hinterher, wenn er dort seinen Ball spielen muss. Übrigens: Keine Regel verbietet es Ihnen, vor dem Schlag über die Probleme zu sprechen, die das Spiel aus hüfthohem Gras gemeinhin bereiten kann und gewiss auch gleich Ihrem Mitspieler bereiten wird. Wenn er geschlagen hat und der Ball nach drei Metern wieder im hohen Gras landet, sagen Sie laut die Zahl die seiner Schläge. Also zum Beispiel „Wie jämmerlich. Jetzt sind es schön Fünf!“ Erwähnen Sie als kleine Hilfestellung und zum Mut machen an dieser Stelle aber ruhig, dass es zum Grün ja doch tatsächlich noch 170 Meter sind.

Übrigens: Wenn Sie versehentlich beim Suchen nach einem fremden Ball auf den Ball treten und er deshalb bedauerlicherweise nicht gefunden werden kann, dann ist das – ein Versehen. So etwas kommt vor.

Tipp 6: Angemessene Bekleidung

Sie geben eine Menge Geld für Ihre Funktionsbekleidung aus. Das dürfen Sie auch von anderen erwarten. Teure, der aktuellen Mode entsprechende Golfbekleidung zeugt davon, dass Sie den „Spirit of the game“ verinnerlicht haben. Maßregeln Sie ruhig den Gelegenheitsspieler der meint, ihrem Flight mit seiner alten Cordhose ein Hippie-Image verpassen zu dürfen. Und sollte der Flegel die Frechheit besitzen, keinen Kragen am Hemd zu tragen, ist das sowieso ein Fall für den Marshall. Drängen Sie auf eine Disqualifikation. Sie ist angemessen und steigert Ihre Chancen auf den Nettosieg.

Tipp 7: Rücksichtnahme

Nicht jeder Spieler benötigt das gleiche Maß Ihrer Rücksichtnahme. Finden Sie es heraus. Das Grün ist dafür ein geeigneter Ort. Am besten können Sie die Empfindlichkeit der Mitbewerber mit Hilfe Ihres Handschuhs überprüfen. Öffnen Sie den Klettverschluss einfach in dem Augenblick, in dem Ihr Mitspieler seinen Putter nach hinten geschwungen hat. Verbitten Sie sich anschließend das anbiedernde „Du“, mit dem er Sie unangemessener Weise auf diese angebliche Unsportlichkeit hinweisen will. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, vom „Tages-Du“ zum „Sie“ zurückzukehren.

Ähnlich gute Resultate erzielen Sie, wenn Sie sich direkt hinter den Puttenden oder in Verlängerung seiner Ziellinie stellen und dort in Ihren Taschen einen Ballmarker zwischen den Kleingeldmünzen suchen. An sonnigen Tagen macht es Spaß, mit dem eigenen Körperschatten zu experimentieren. Er kommt in der Puttlinie der Gegner am besten zur Geltung, wenn er sich immer ein klein wenig bewegt.

Nachdrücklich Rücksichtnahme einfordern sollten Sie im Gegenzug stets von der nachfolgenden Spielgruppe, wenn diese aufreizend nah hinter Ihnen her spielt. Keine Handbreit diesen hektischen Zeitgenossen! Gehen Sie keinesfalls zur Seite, um durchspielen zu lassen, wie es Ihnen möglicherweise Ihre Mitspieler einreden wollen. Wie bereits erwähnt: Sie haben sich Ihre Rechte auf dem Golfplatz für harte Münze erkauft und müssen niemandem weichen, der diese Rechte durch angeblich „zügiges Spiel“ missachten will. Sie trödeln nicht. Sie genießen.

Tipp 7: Nach der Runde

Sie haben sich 18 Bahnen lang nicht von der falschen Freundlichkeit Ihrer Mitspieler einlullen lassen. Lassen Sie auch jetzt nicht in Ihrer Anspannung nach. Es geht um den Sieg. Das, was die Mitspieler ein „freundschaftliches Bier nach der Runde“ nennen, ist in aller Regel nur der Versuch, Sie für den Vergleich der Scorekarten in eine dem Wettkampf unangemessen milde Stimmung zu bringen.

Hier gilt folgende, einfache Regel: Was Sie gezählt haben, stimmt. Was die anderen gezählt haben, ist im Zweifel boshaft oder golferischem Unvermögen entsprungen. Drohen Sie ruhig damit, eine fremde Scorekarte nicht zu unterschreiben, wenn man Ihnen die fünf Pars in Folge absurder Weise nicht glauben will. Mit so einer Verweigerung hat in aller Regel keiner dieser „Amateure“ Erfahrung und erfahrungsgemäß wird man Ihnen zu Willen sein, weil alle pünktlich zur Siegerehrung im Clubhaus sein wollen.

Sie sollten an dieser Stelle den Wettspielort mit sparsamen Gruß verlassen. Die falsche Fröhlichkeit der anschließenden Feier ist in aller Regel unter Ihrem Niveau. Notieren Sie auf Ihrer Scorekarte, wohin Ihnen die Wettspielleitung die Preise schicken soll und lassen Sie den Wagen vorfahren. That´s it. Eine frohe Wettspielsaison wünscht Ihnen Golfers Delight!

 
 
 

Keine Power mit Holz und Eisen?

Dann fehlt es Ihrem Schwung gewiss an Hüftrotation. Hier einige Übungen, die das Problem schnell beheben.

 
 
 

Dead, solid, perfect

John Dalys (heyho, er schafft den Cut!) liebster Golf-Film ist laut Biografie “Dead, Solid, Perfect”. Hatte schon mal gefragt – und erneuere hiermit die Anfrage: Kann mir den mal jemand ausleihen?

Eine erfolgreiche Saison wünscht: Lutz

 
 
 

Das Gute am Golfspiel

“Das Gute am Golfspiel ist, dass man den Maßstab, was auf einer Runde gut oder schlecht ist, immer wieder aufs Neue und vor allem selbst setzen kann. Ich habe drei Monate nicht ein einziges Mal geübt? An dieser Voraussetzung gemessen kann auch eine mittelmäßige Runde ein tolles Erlebnis sein. Ich will nur besser spielen als beim letzten Mal? Ich will nicht schlechter spielen als Alex hier je gespielt hat? Ich will nur ein wenig Bewegung und das Gesicht bräunen – aber jeden Schlag aus vollem Herzen spielen, ganz gleich, ob dann am Ende über oder unter 100 (90, 80) Schläge auf dem Zettel stehen?”

Das ist ein Aspekt von Spielen, den ich beim Tennis oder beim Volleyball nicht kennen gelernt habe. Hier ähnelt Golf dann doch eher Sportarten wie dem Bergwandern. Schade, dass das Jahr 2009 in dieser Hinsicht viel zu schnell vorbei gerast ist.

 
 
 

Ich würde mich nicht schämen…

…und die “five Bucks” sofort entgegen nehmen. Nicht so Natalie Gulbis.

 
 
 

Endlich Hc. -24!

Naja, schön wärs. Alex und ich benötigen aber just dieses Handicap, um im kommenden Jahr gemeinsam am Brandenburgischen 63-Bahnen-an-einem-Tag-Spektakel teilnehmen zu können. Die Vorgabe (bei beiden von uns roundabout 25-26) stimmt aber noch nicht. Was tun? Sachdienliche Hinweise (leichte Turniere in der Umgebung, Mentaltipps, KEINE Ernährungshinweise, Schwungkorrekturen beispielsweise) bitte formlos in die Kommentare.

Das Grundwerk zu diesem Thema, “Endlich einstellig” vom guten Eugen vom Frankenschlag haben wir natürlich schon längst gelesen. Ist natürlich ein “strong buy” für alle Fans, ebenfalls ein “Strong buy” für alle, die nicht wissen, was sie ihrem golfverrückten Partner dieses Jahr unter den Baum legen sollen und mindestens eins “buy” für alle, die ernsthaft mit dem Score unter die magischen 10 wollen.

Wer Eugens Werke noch nicht kennt, sollte sich hingegen langsam ran tasten. Also erst einmal das Grundwerk lesen, sacken lassen, dann ein paar Jahre am eigenen Spiel verzweifeln, dann mit dem Kiffen wieder aufhören und das Zwischenwerk lesen. Anschließend mit dem Großmut jener, die Mitleid mit diesem golfabhängigen und liebenswerten Hessen haben, ein paar Runden richtig befreit und gut spielen (“gottlob gehts mir nicht wie dem…”) und dann, ja dann ist ein guter Zeitpunkt für das Drittbuch. Es ist sein Geld wert.

Wir nun sehen dem Herbst entgegen und Job, Familie und allerlei blöder Mist bewirken, dass wir viel zu wenig spielen. Also bitte…helft uns, die wir keine Zeit zum Trainieren haben. Helft uns, die wir sonderbarerweise das Eisen 8 auf 160 Meter peitschen (also Alex jetzt) und dabei kaum einen Dreiviertel Rückschwung machen. Helft uns, die wir glauben, dass X-Beine beim Abschlag das sind, was Ben Hogan ein “festes hinteres Bein” genannt hat (Lutz). Helft uns, die wir es nicht fertig gebracht haben, in einem Glofclub derart Fuß zu fassen, dass uns Mannschaftsverpflichtungen und gesellschaftliches Gedings beständig auf den Platz und in die Einstelligkeit treiben. Bitte! Verhelft uns zur 24 ohne großen Aufwand! Danke.

 
 
 

Einheitliche Erscheinung

Die Mercedes-Benz Championship läuft und soeben sah das Leaderboard so aus:

1. HANSEN
2. KINGSTON
3. DYSON
4. HANSEN
5. HANSON
6. STENSON

Die PGA steuert offenbar auf einen Einheitsnamen hin. Bedenklich.