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Pimp your score musically

Griff, Stand, Schwung, Kursmanagement – alles schön und gut. Aber was ist mit dem Kopf? Wer wie ich meist vor Tau und Tag Golf spielt, muss vor dem Abschlag schnell von 0 auf 100 kommen. Hilfreich ist da die Anfahrt mit dem Motorrad. Das pusht schon ein wenig und bringt so um die ein, zwei Extrapunkte. Profis aber fahren mit dem Auto und drehen die Musik auf. Hab´ ich grad wieder heute morgen rausgefunden….das Handycap 36 ist greifbar nahe. Danke, Angus!

“Gonna fly now”, Bill Conti. Zugegeben, ein Dauerbrenner, fast abgeschmackt, aber allemal für einen guten Start auf den ersten drei Bahnen gut. Erhebend, bestens geeignet für Anfahrten in Richtung der aufgehenden Sonne. Sommergolf-Musik. Garantierte Scoreverbesserung: Mindestens 2 Schläge.

“Safe in New York City”, AC/DC. Am Vorabend gesoffen? Matchplay-Angst? Keine Sorge – Angus hilft Dir! Funktioniert nur in Autos mit ordentlicher Beschallung, ist dann aber kaum zu steigern. Mind your speed! Sorgt für bissiges, mutiges Spiel bis mindestens zur sechsten Bahn. Vorlegen? Fuck you! Garantierte Scoreverbesserung: Mindestens 4 Schläge.

“Battle without honor or humanity”, Tomoyasu Hotei. Du willst Deinen Spielpartner nicht besiegen. Du willst Ihn zerstören! Du willst Blut, Gedärme, Schreie…er soll niederknien, aufgeben, schreien, winseln! Du willst kein gutes Spiel, Du willst Terror! Gut. Ich empfehle folgendes Vorgehen: 10 Minuten vor der Ankunft langsam und ruhig und auch ein wenig kitschig beginnen, etwa mit Iron Maidens “Number of the beast” Dann kurz vor der Ankunft “Safe in New York City” laut durchhören und auf dem Parkplatz schließlich Tomoyasu Hotei rein! Über die Schmerzgrenze aufdrehen. Nach Ende des Titels SOFORT aussteigen, direkt und ohne Gruß auf den Abschlag gehen und die unwürdige Laus zerfetzen. Da Überdosierung hier schnell erreicht ist, die ersten beiden Abschläge unbedingt nur mit langen Eisen spielen! Garantierte Scoreverbesserung: Mindestens 5 Schläge.

What´s your musical dope?

 
 
 

Golfgeil: Jetzt wett`ich schon auf die US Open!

Das muss man sich mal vorstellen! Da läuft die WM – und ich plaziere Onlinewetten auf die US Open…naja: Auch auf die US Open. Zum Mitfiebern für alle, die sich nicht getraut haben, hier meine Wetten:

1) Ian Poulter (Eng) schafft den Cut

2) Vijai Singh (Fij) macht den 15. Platz oder besser

3) Der Sieger kommt aus Europa.

Ein wenig Geld gäbe es übrigens nur für den richtigen Tipp 3). Für die anderen Tipps nur Kinderquoten… 

PS: Richtig cool finde ich meinen Fußballtipp “Costa Rica schlägt Ecuador”. Der ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Gewinnt Costa Rica tatsächlich, könnte das Spiel “Polen – Costa Rica” (kommender Dienstag, Niedersachsenstadion und ich hab eine Karte) seeehr spannend werden. Und dann gäbs für meine 10 Euro Einsatz auch noch 43 Euro raus…

Edit: Mein Bildschirm wird zu klein! Habe jetzt auf der Arbeit neben über dem aktuellen Text zwei Liveticker offen und das Adminfenster für diesen Blog. Arbeiten ist erstmal Essig.   

 
 
 

Der Einäugige unter den Blinden

“Kommen wir zur Siegerehrung” sagte der Clubpräsident. “Los geht es mit dem Nettosieger in der Handicapklasse C und da haben wir einen Spieler, der heute sein erstes Turnier gespielt hat….”.

Huch! Ich? Bestimmt nicht.

“Gestartet mit einem Handicap von 54 hat er sich heute in einem Flight echter Spitzenleute wacker geschlagen und sich mit 40 Nettopunkten sofort auf ein Handicap von 50 herunter gespielt…”


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Ooops – ich spiel ein Turnier!

Ganz unverhofft spiel ich morgen nun mein erstes Turnier. Ich war zwar im letzten Sommer und Herbst schon das eine oder andere Mal auf der Bahn – und hab auch dieses Jahr schon zwei Runden gespielt. Aber nun wirds ernst und ich weiß nicht, wie ich das finden soll. Ich kram jetzt erstmal das Regelbuch raus und such ein sauberes Hemd (mit Kragen!)…aber woran muss ich wohl noch alles denken? Mein Niveau ist ungefähr das von Anke – minus ein paar Schläge. Bei lockeren Bierrunden hab ich auch schon mal eine Runde auf dem Niveau Hc 40 gespielt. Die Regel ist aber eher Hc 50. So werd ich wohl dem einen oder anderen der vielen Medien-Vips mit meiner Ballsuche den Weg versperren und am Wasserhindernis peimlich im Regelbuch blättern. Wenn ich wenigstens ein Chefredakteur wäre…

Nunja…bin nervös und werde nach der Schlacht berichten. Drückt mir die Daumen, gebt mir Tipps und wünscht mir das Gemüt meines großen Vorbildes Hawkeye P.! L.

 
 
 

Schtäbelfoad for Beginners

Liebe Anke,

damit Du am kommenden Wochenende nicht wegen der Stableford-Zählmethode durchfällst und schlechte Laune bekommen musst, rufe ich schnell mal einen kleinen “Wir-erklären-Anke-so-kurz-und-klar-wie-möglich-wie-Stableford-geht-Wettbewerb” aus. Ganz sicher hat es Golfersdelight-Leser, die Dir das direkt auf den Punkt als Comment posten können und Du das dann ausgedruckt als Spickzettel mit auf den Platz nehmen kannst.

Ich versuchs gar nicht erst selber, frei nach dem Motto: “Man muss nicht nur keine Ahnung haben. Man muss auch unfähig sein, sich auszudrücken”.

Obwohl – verstanden hab ichs schon…irgendwie…also mal sehen, vielleicht versuchs ichs morgen doch einmal. Gruß auch nach Malle, herzlichst: Lutz

 
 
 

England-Germany 1:1

Da müssen wir wohl noch mal hin. Im direkten Vergleich der beiden Armee-Golfplätze Munster-Kohlen- bissen (wir berichteten) und dem British Army Golf Club in Lohheide bei Hohne bei Belsen bei Bergen bei Celle bei Hannover steht es 1:1. Eine Entscheidung, wo man nun besser Panzergolf spielen kann, steht noch aus.

Der Club: Auch bei den Briten geht es legér zu. Das Greenfee ist auch hier hinter irgend eine Tonne zu legen, falls niemand da ist und der Begriff “Etikette” kommt nur ins Spiel, wenn es wirklich wichtig ist. Also zügig spielen, nicht rumbrüllen. Ob man einen Kragen am Hemd hat, interessiert hingegen niemanden. Sehr schön.
Der Club liegt versteckt in einer militärischen Sperrzone. Nur wer keinen Respekt vor “Durchfahrt verboten!-Schildern” und Kettenfahrzeugen hat, kommt überhaupt auf den Platz. Der besteht aus einer Neunloch-Anlage mit 18 verschiedenen Abschlägen (also wie in Munster). Doch leider sind in Sachen Abschlag jetzt schon die Winterregel in Kraft. Es ist auf also beiden Runden vom selben Abschlag zu spielen, was den Score ein wenig verfälscht.


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Lutz auf Reisen. Heute: Golfclub Munster

Anfahrt: Mitten in Niedersachsen liegt Europas größter Truppenübungsplatz. Und mitten drin liegt – genau! Der Golfclub Munster. Wer so wie ich morgens um halb acht anreist, muss höllisch aufpassen, denn dann rechnen die Panzerfahrer noch nicht mit Zivilverkehr. Zwar warnen uns Autofahrer zahlreiche Schilder, man möge bitte nicht die Straße verlassen. Doch was nützt das, wenn die Leos morgens erst mal knapp an Deinem Kleinwagen vorbei über die Kreisstraße ballern, weil sie ja auch irgendwie zum Übungsgelände kommen müssen!? Da ist Umsicht angesagt und defensive Fahrweise – und das meine ich Ernst!

Ankunft: Wer es geschafft hat, sicher am Clubhaus anzukommen (Ausschilderung ist top!) und das morgens deutlich vor acht, hat den Respekt der Greenkeeper. Das sind freundliche Leute, die sich anschicken, den Platz für das Turnier am Wochenende klar zu machen. Einem frühen Solospieler machen sie dabei aber auch gerne mal mitten im Mähen das Green frei um milde lächelnd zuzusehen, wie unsereins den Ball weit über das Grün in die Wicken haut. Sehr schön. Das Clubhaus ist ein kleiner, flacher und freundlicher Fachwerk-Backsteinbau, Mitglieder süddeutscher Edelclubs würden hier aber sicherlich nicht einmal ihren Müll zwischen lagern und von “Baracke” sprechen. Ihr Problem. Hier im Norden sehen viele Gebäude so aus und was zählt “is aufn Platz!”


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